QM effektiv – Fachtagung Qualitätsmanagement 2011

Fachtagung QM | (c) WEKA AkademieVom 15. bis 16. November findet die diesjährige Fachtagung Qualitätsmanagement der WEKA Akademie statt. Es lohnt sich diesen Termin schon jetzt im Kalender festzuhalten. Und wenn Sie gerade nachschauen: Haben Sie schon am 14. November abends etwas vor? Mit der „Dinner Speech“ beginnt auf entspannte Art und Weise eine abwechslungsreiche Tagung.

Bereits zum vierten Mal findet die Fachtagung Qualitätsmanagement statt und hat während der vergangenen Jahre ein treues Stammpublikum aufgebaut. Jedes Jahr werden neue Themen auf die Agenda gesetzt, die das Fach-Publikum interessieren.

Ich freue mich schon jetzt auf interessante Themen und regen Austausch mit Referenten und Ihnen!

Vortrags-Programm vom 15. November

Eine breit gestreute Themenwahl aus unterschiedlichen Branchen erwartet Sie:

  • Projektmanagement für QMB zunehmend von Bedeutung – Referentin: Elke Meurer, eMeurer Qualitätsmanagement, Eupen
  • Neue Entwicklungen im Produkthaftungsrecht – Referent: RA Philipp Reusch, Reusch Rechtsanwälte, Saarbrücken
  • Prozessmanagement – Referentin: Stefanie Gertz, Unternehmensberatung für Organisation und Qualitätsmanagement, Alpen
  • Quality Function Deployment (QFD): Mit diesem Werkzeug gestalten Sie Ihre Leistungen kundengerecht! – Referent: Dr. Alexander Schloske, Abteilungsleiter Produkt- und Qualitätsmanagement, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart
  • Praxisbericht: Lean Management und die Auswirkungen auf den Kunden am Beispiel von Daimler – Referent: Jochen Kleh, Manager, Expertentrainer in indirekten Lean-Management Ausbildungsprojekten
  • Balanced Scorecard (BSC) – ein Instrument zum zielgerichteten Einsatz von Ressourcen – Referent: Dipl.-Kfm. (Univ.) Mario Krauß, QM-Auditor, Fachkraft für Arbeitssicherheit, krauss management, Adelsried
  • Aus dem ISO-Komitee – die Weiterentwicklung der ISO QM-Normen – Referent: Ian Campbell, Ürikon, Schweiz, Leiter der Schweizer Delegation im ISO Technischen Komitee TC 176 – Qualitätsmanagement

Workshop am Folgetag

Es hat bereits Tradition: Nachdem der Vortragstag mit einem gemeinsamen Abendessen und Gelegenheit zum Austausch ausgeklungen ist, wird das Publikum aktiv. In diesem Jahr werden drei parallel laufende Workshops angeboten:

  • Projektmanagement/Prozessmanagement
  • Balanced Scorecard (BSC)
  • Quality Function Deployment (QFD)

Nach dem Mittagessen werden die Workshop-Ergebnisse in einer kurzen Präsentation vorgestellt. Zum Abschluss gibt es noch einen Vortrag:

  • Methoden und Werkzeuge zur Analyse und Optimierung administrativer Prozesse – Referent: Techn. Dipl.-Betriebsw. (FH) Oliver Schöllhammer, Projektleiter Produkt- und Qualitätsmanagement, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart

Das vollständige Programm und weitere Informationen zum Tagungshotel finden Sie hier: http://www.fachtagung-qm.de/. Bitte geben Sie bei der Buchung das Stichwort „QM effektiv“ an.

Wir sehen uns im November!

PDF zum Download von „Fachtagung QM 2011“

Qualitätsmanagementsysteme in Praxen der medizinnahen Berufe

MUSS man sich zertifizieren lassen? Viele Praxen (zum Beispiel Podologie, Ergotherapie, Massage) beschäftigen sich mit der Frage, ob ein QM-System und sogar eine Zertifizierung für sie sinnvoll sind.

Das Sozialgesetzbuch (SGB) fordert seit 1988 Regelungen des internen Qualitätsmanagements und die externe Qualitätssicherung. Zuletzt wurde das Gesetz 2009 geändert. Im Laufe der 90er Jahre ließen zunächst Kranken­häuser und Kliniken ihre Qualitätsmanagement-Systeme (QMS) zertifizieren, sehr bald folgten Seniorenheime, Apotheken und Arztpraxen.

Qualitätsmanagement intern – Qualitätssicherung extern

Die vom Gesetz geforderten internen und externen Regelungen hängen eng miteinander zusammen und lassen sich nicht trennen. Mit „extern“ ist die Verbindung nach „außen“ gemeint. Dabei geht es immer um den Patienten (Kunden), dessen Übergabe, Überweisung oder Abrechnung geregelt sein muss. Dazu sind optimale interne (in der Praxis vorhandene) Abläufe Voraussetzung.

intern-extern | (c) Elke Meurer

Ist Zertifizierung Pflicht?

Für Praxen der medizinnahen Berufe besteht derzeit (noch) keine Pflicht, ein Zertifikat vorzulegen. Jedoch wage ich den Blick in die Glaskugel, dass diese Pflicht irgendwann auf Sie zukommt. Zertifizierungen im Gesundheitswesen ziehen einen immer größeren Kreis. Da immer mehr Rechte und Verantwortungen an Praxen der medizinnahen Berufe gegeben wird, ist es nur logisch, dass auch Anforderungen steigen. Eine Zertifizierung ist also nur noch eine Frage der Zeit. Sie können dem vorbeugen.

Vom Kleinstunternehmen zum Kleinunternehmen

Wie schön, dass sich Ihre langjährige Arbeit für Ihre Praxis gelohnt hat und Sie nun mehr Kunden haben und Ihr Unternehmen wächst. Man muss halt nur schauen, dass einem nicht alles über den Kopf wächst. Was Sie in Ihrer eigenen Arbeitsweise als selbstverständlich entwickelt haben, ist für (neue) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch lange nicht so. Damit ein Praxisteam an einem Strang zieht (nach Standards arbeitet) ist ein QM-System ein hilf­reiches Werkzeug.

optimieren | (c) Elke Meurer

Ein funktionierendes QM-System erfordert Zuständigkeiten, Verantwortung, Transparenz und klare Abläufe, die in Ihrem Qualitätsmanagement-Handbuch stehen.

„Wir schreiben Ihr individuelles Handbuch in 3 Wochen“

Von Angeboten dieser Art halte ich nichts. Natürlich lassen sich in drei Wochen Textbausteine zu einem Handbuch zusammensetzen, aber unter „individuell“ verstehe ich etwas anderes.

Ein Qualitätsmanagement-Handbuch wird gerne als notwendiges Übel dargestellt, da Sie Zeit investieren müssen. Natürlich kostet es Zeit, aber das liegt nicht am Papier und an der Schreibblockade. Es liegt an den Gedanken und Diskussionen, die losgetreten werden, wenn Sie Ihre betrieblichen Abläufe ordnen, überdenken, intern abstimmen und aufschreiben. Und das ist ein sehr wertvoller (Verbesserungs-)Prozess. Das Handbuch ist das Ergebnis davon. Erfahrungsgemäß würde die erste Phase des Verbesserungsprozesses ohne Handbuch nicht so intensiv und effektiv verlaufen.

QM-System in Eigenleistung und Beratung

Ich plädiere sehr dafür, dass jede Praxis ein QMS und das dazugehörige Handbuch selbst erarbeitet. Es geht um die vorhandenen Arbeitsprozesse, die das Praxisteam besser kennt als jeder externe Berater. Beratung ist jedoch sehr hilfreich, wenn es um die Anforderungen an ein QM-System und die Vorbereitung einer Zertifizierung geht.

Ein QM-System ist übrigens auch ohne Zertifizierung möglich. Eigenleistung und externe Beratung müssen Sie in Ihrer Kostenplanung berücksichtigen. Zertifizierungskosten entstehen zudem jährlich.

Die Dauer der Einführungsphase wird durchschnittlich mit 12 bis 18 Monaten angesetzt und sollte als Projekt geführt werden.

Da (noch) keine gesetzliche Verpflichtung besteht, haben Sie die Chance Kosten zu verteilen und den Zeitpunkt der Zertifizierung selbst zu bestimmen.

„QMS medizinnahe Berufe“ als PDF zum Download.

Die Pizza im Prozess

Der Begriff „Prozess“ spielt eine zentrale Rolle im Management. Der beherrschte Prozess ist das Ziel. Was die Pizza damit zu tun hat, erfahren Sie im YouTube-Video.

Input-Output-Modell

Üblicherweise wird der Prozess mit dem Input-Output-Modell erläutert.

Der Input (Eingabe) wird benötigt, um im Prozess (Verwandlung) den Output (Ergebnis) zu erzeugen. Das „EVA-Prinzip“ ist eine weitere Möglichkeit, sich diese Darstellung zu merken.Input-Output-Modell | (c) Elke Meurer

Ziel ist der beherrschte Prozess, mit dem ein gleichbleibendes Ergebnis und festgesetzten Bedingungen erzeugt werden kann.

Prozessarten

Prozesse lassen sich im Unternehmen in drei Kategorien einteilen:

Prozessarten | (c) Elke Meurer

Der Kern- oder Hauptprozess stellt den wertschöpfenden Teil des Unternehmens dar, der direkt mit dem Kunden verknüpft ist. Die unterstützenden Prozesse sorgen dafür, dass der Kernprozess fehlerfrei laufen kann (z.B. Wartung von Maschinen). Die Managementprozesse, wozu auch Qualitäts- und Projektmanagement gehören, steuern das gesamte Unternehmen.

YouTube-Kanal von eMeurerQM

Mein Video erklärt den Prozess, Prozessarten, den beherrschten Prozess – und die Pizza im Prozess.

Definition Prozess als PDF-Download