Buchtipp: 1×1 der Persönlichkeit

(c) Silke Kaiser | pixelio.de

Vor knapp 4 Jahren nahm ich an einem Workshop teil und lernte das DISG®-Modell kennen. Seither fasziniert es mich und ich habe einiges gelernt – nicht nur über andere, sondern erst recht über mich. Daher möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein Buch empfehlen, mit dem Sie Ihren eigenen Verhaltensstil herausfinden.

Zum DISG®-Modell gehört ein Selbsttest, der meiner Meinung nach ein überzeugendes Ergebnis liefert. Schon beim Workshop hat mich seinerzeit die einhellige Meinung der Teilnehmer überrascht: Woher kennt das Buch mich? Nach dem Workshop habe ich natürlich in meiner Umgebung einige zu dem Selbsttest bewegen können. Er führte immer wieder zu Ergebnissen, bei denen sich jeder erkannt fühlte.

DISG

Menschenkenntnis ist unverzichtbar und sollte nicht nur mit „den anderen“ zu tun haben. Am DISG®-Modell schätze ich die Einfachheit und die Betrachtung von Stärken und Schwächen ohne Menschen in Schubladen zu stecken. Erst dann wird klar, warum manche nicht miteinander arbeiten können (auch wenn Teamfähigkeit schick ist) und Flexibilität ein Wort ist, das nicht jeder für sich in Anspruch nehmen kann, weil er so ist wie er ist (und nicht aus mangelnder Weitsicht). Die 4 Verhaltensstile Dominant, Initiativ, Stetig und Gewissenhaft sind in jedem Menschen angelegt, jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Die Kombinationen steuern unser Verhalten und die Verhaltenstendenzen (damit ist der prägende Verhaltensstil gemeint) kommen so richtig zum Vorschein, wenn wir unter Druck stehen.

Das neue 1×1 der Persönlichkeit

Wenn ich jemandem das DISG®-Modell erkläre, kommt sehr schnell die Frage: Wo kann man den Test machen? – Jetzt habe ich endlich die passende Antwort gefunden. Eine kompakte Variante des Tests liefert mein heutiger Buchtipp: „Das neue 1×1 der Persönlichkeit“ von Lothar Seiwert und Friedbert Gay, inzwischen in der 24. Auflage. Das Buch legt Wert darauf, dass alle Tests kopierbar sind.

Die Autoren

Seiwert ist als Experte für Zeitmanagement bekannt („Wenn du es eilig hast, gehe langsam“). Friedbert Gay ist Geschäftsführer von persolog GmbH und auf Persönlichkeits- und Organisationsentwicklung spezialisiert. Gay hat das DISG®-Modell in Deutschland eingeführt.

Die Mischung macht‘s

DISG und der Selbsttest sind an sich schon spannend genug, das Buch zu kaufen. Was es nun für den täglichen Gebrauch so wertvoll macht, sind die typgerechten Hinweise zu Zeitmanagement und Teamarbeit. Außerdem gibt es noch das Kapitel Partnerschaft und Kindererziehung. Das Kapitel „Umsetzung“ rundet das Thema ab, denn Erkenntnisse sind das eine, Anwendung der Erkenntnisse das andere und durchaus schwieriger.

Fazit in 3 Stichworten

  • übersichtlich
  • anwenderfreundlich
  • bereichernd

Lothar Seiwert und Friedbert Gay: Das neue 1×1 der Persönlichkeit.  GU Verlag. 93 Seiten, ISBN 978-3-7742-6161-7.

Buchtipp 1×1 der Persönlichkeit als PDF

Können Sie Bildersprech?

(c) Silke Kaiser | pixelio.de

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Präsentationen zu halten ist ein schöner und anspruchsvoller Teil meiner Arbeit. Präsentationstechnik ist ein vielschichtiges Thema und ganz ohne PowerPoint geht es dabei nicht (immer).

Ich habe schon viel zum Thema Präsentation gelesen, erprobt und auch andere gecoacht – selbst Anstöße zu bekommen ist immer wieder toll.

Zauberwort „Visualisierung“

Zum Glück haben wir uns in den letzten 15 Jahren derartig an Technik in der Präsentation gewöhnt, dass sie so langsam nicht mehr im Mittelpunkt steht, sondern zu dem „degradiert“ wird, was sie ist: ein Hilfsmittel. Hilfsmittel zu beherrschen ist jedoch eine Hausaufgabe, die gemacht werden muss. Es geht mir nicht um die Bedienung von Programmen, sondern um Ideen zur sinnvollen und stimmigen Visualisierung von Präsentationen. Aus meinem Netzwerk bekam ich einen Buchtipp, den ich hier dringend weiter empfehle:

Slide:ology oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln, von Nancy Duarte

Das Buch ist schlichtweg klasse. Denn es ist nicht einfach ein Buch, sondern eine gedruckte Präsentation. Duarte geht weg vom Schreiben einer Bedienungsanleitung; sie führt vor, was visualisieren bedeutet. Dabei fängt sie beim Entwickeln einer Idee an und geht bis zur persönlichen Darstellung während der Präsentation.

Zudem gibt ein Profi des Designs gute Tipps für Aufbau, Farbwahl und Typografie ohne dabei Designer überflüssig zu machen. Vielmehr zeigt sie, welches Handwerk ein guter Designer beherrscht und lässt uns dabei in ihren Kochtopf gucken.

Die Bildersprech-Bibel

Für mich ist dieses Buch nicht einfach nur ein Ratgeber, der nach einmaligem Lesen im Regal verstaubt, sondern ein Ideengeber. Ich habe es bereits mehrmals zur Hand genommen und hier und da zu einem bestimmten Thema gelesen. Dabei genieße ich das Credo, dass dieses Buch ausstrahlt: Lass dir Zeit, das Thema anzugehen. Nur so kann es reifen und am Ende eine gute Präsentation entstehen.

Fazit in 3 Stichworten

  • Visualisieren visualisiert
  • Hohes Niveau veranschaulicht
  • Schön

Nancy Duarte: Slide:ology. Oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln. O’Reilly Verlag. ISBN-10: 9783897219397, ISBN-13: 978-3897219397

„Können Sie Bildersprech“ als PDF zum Download

Rezension | Alles Käse

(c) Silke Kaiser | pixelio.de

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Was macht einen Bestseller aus? Er ist scheinbar leichte Kost. Dabei ist das Thema von „Who moved my Cheese“ alles andere als das. Es geht um Veränderungen und wie unterschiedlich Menschen damit umgehen. Die Geschichte lässt sich in jede Lebenslage übertragen.

Irgendwann habe ich mir das Büchlein zugelegt. Ich weiß nicht mehr, ob es eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis war oder ich zufällig über eine Rezension im Internet gestolpert bin. Jedenfalls hatte der Titel sofort meine Aufmerksamkeit: ich war neugierig.

Simple Geschichte mit wahrem Kern

Emotionales Changemanagement pur. Wie reagieren Menschen, wenn sie mit einer Veränderung konfrontiert werden? Was machen Menschen, wenn sie eine Veränderung wünschen, aber den Weg oder den Mut nicht finden? Ist die Lösung wirklich so einfach? – Meiner Meinung nach ja. Nicht reden und grübeln, sondern mit Bedacht handeln.

Die Figuren

Die Geschichte ist simpel und durchschaubar. Es ist dennoch unterhaltsam sich hineinziehen zu lassen. Die vier Charaktere – zwei Liliputaner und zwei Mäuse – sind gewollt einfach gestrickt. Die Einfachheit hat mich regelrecht begeistert, auch wenn Kritiker Johnson unterstellen seine Leser auf Kinderniveau herabzustufen.

Unweigerlich habe ich versucht, mich selbst mit diesen Charakteren zu vergleichen; welchem ich in seiner Handlungs- und Denkweise entspreche.

Die Rahmenhandlung gehört als wesentlicher Bestandteil dazu. In die anschließende Diskussion der Personen kann sich jeder leicht hineindenken. Interessant ist, dass sich die Diskussion in mein reales Leben übertragen hat – wer das Buch liest, findet leicht einen Anknüpfungspunkt. Im Kommunikationstraining habe ich die Geschichte selbst in gekürzter Form erzählt und als Gesprächsanlass in den Raum gestellt.

Englische Ausgabe empfehlenswert

Da mir der Originaltitel sympathischer war als die Übersetzung (Die Mäusestrategie), hatte ich mich für die englischsprachige Fassung entschieden. Ich kann jedem empfehlen, dieses Büchlein im Original zu lesen. Sprachlich ist das Buch nicht anspruchsvoll (weshalb es auch Kritik eingeheimst hat) und lässt sich gemütlich in einer Stunde lesen. Die deutschsprachige Ausgabe spricht bereits im Titel eher Manager an, was ich für Verkaufsstrategie halte. Die Geschichte ist allgemeingültig.

Fazit in 3 Stichworten

  • einfach gut
  • anregend
  • durchdacht

„Who moved my Cheese“ by Dr. Spencer Johnson. Random House UK; Auflage: Reprinted Ed (4. März 1999). ISBN-10: 0091816971 oder ISBN-13: 978-0091816971.

Wer den deutschen Titel bevorzugt: „Die Mäusestrategie für Manager”. Ariston; Auflage: 1 (1. März 2000). ISBN-10: 3720521222 oder ISBN-13: 978-3720521222.

Rezension zu Who moved my Cheese als PDF

Rezension: Das Kreuz mit den Begriffen

(c) Silke Kaiser | pixelio.de

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In meiner neuen Kategorie „Rezensionen“ möchte ich auf Bücher hinweisen, die ich sehr regelmäßig benutze. Oft ist beim ersten Lesen nicht klar, ob das neue Werk auf dem Schreibtisch gut bzw. für meine Zwecke geeignet ist. Ich weiß es spätestens dann, wenn ich mich daran erinnere, weil mir irgendwas im Gedächtnis geblieben ist.

Als erstes möchte ich ein Buch empfehlen, das ich mir gleich nach der Neuauflage in 2010 wieder zugelegt habe, nachdem ich mit der Erstauflage sehr oft gearbeitet habe: „Wörterbuch Qualitätsmanagement“ von Klaus Graebig.

Warum dieses Buch?

Wer aus dem unterrichtenden Metier kommt, kennt das: Bei Neulingen eines Fachgebietes heißt es zunächst einmal „Vokabeln lernen“. Das ist in der Fachsprache des Qualitätsmanagements nicht anders. Begriffe müssen geklärt werden, damit sie später bei der Normeninterpretation korrekt eingesetzt werden können. Dieses Wörterbuch gibt die entsprechenden Definitionen wortwörtlich wieder. Natürlich gibt es dafür die Norm „DIN EN ISO 9000:2005 Qualitätsmanagementsysteme. Grundlagen und Begriffe.“ – aber das Wörterbuch von Graebig kann mehr.

Vorzüge

Mir gefallen zwei Dinge an diesem Buch, die es für mich sehr wertvoll und vor allem benutzerfreundlich machen:

1. Thematische Erweiterung. Es geht über die o.g. ISO 9000 hinaus. Das heißt, hier werden Begriffe erläutert, die ich sonst in anderen Normenreihen (z.B. DIN 55350 Statistik oder ISO/IEC 17000 Konformitätsbewertung) nachschlagen müsste. Das lästige hin- und herwälzen entfällt. Im Unterricht ist das eine enorme Erleichterung.

A propos „Erleichterung“ – das Buch ist wirklich leicht und handlich. Es ist DIN A5  groß und hat ca. 230 Seiten. Für dieses Leichtgewicht lassen sich auch Kursteilnehmer gewinnen.

2. Alle Definitionen sind auch in Englisch angegeben. Dabei ist der Aufbau den bekannten Sprachwörterbüchern nachempfunden: linke Spalte in deutscher Sprache, alphabetisch sortiert und rechte Spalte die gleiche Definition in Englisch. Im Anhang gibt es eine reine „Übersetzungsliste“, die nach englischen Begriffen sortiert ist. Das ist bei der Arbeit mit englischsprachigen Texten durchaus hilfreich.

Fazit in 3 Stichworten

  • kompakt
  • aktuell
  • benutzerfreundlich

„Wörterbuch Qualitätsmanagement“ von Klaus Graebig.

2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Normengerechte Definitionen Deutsch – Englisch, Englisch – Deutsch. Beuth Verlag GmbH 2010.

ISBN 978-3-410-20665-1

http://www.beuth.de/langanzeige/Woerterbuch-Qualitaetsmanagement/de/129105922.html&bcrumblevel=2&SearchID=259714650

„Rezension Wörterbuch QM“ als PDF downloaden